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Geschrieben von Julia Hahn am 30. März 2021

Aktivkohle zur Zahnaufhellung: Vor- und Nachteile

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Aktivkohle (eng. “activated charcoal”) ist in der Beauty- und Lifestyle Branche wohl das Trendprodukt der letzten Jahre schlechthin. Ob als Zusatz in hautreinigenden Körperpeelings, beruhigenden sowie regenerativen Gesichtsmasken oder aber zahnaufhellenden Zahnpasten – das schwarze Pulver hat mittlerweile einen extrem weiten Anwendungsbereich. Und das zurecht. 

Denn Aktivkohle hat unbestreitbare Stärken. Doch bekanntlich kommt keine Wirkung ohne Nebenwirkung. So hat auch die schwarze Zahnpasta hat ihre Nachteile. 

Um diese zu erschließen ist es notwendig zu verstehen, wie Aktivkohle als Zusatzstoff in Zahnpasten überhaupt wirkt. Nachfolgend wird deswegen die Wirkungsweise des schwarzen Pulvers erklärt. Daraufhin wird auf unangenehme Nachteile eingegangen, die einem nachhaltig zufriedenstellenden Ergebnis potentiell entgegenstehen. Nach kurzen Zusammenfassungen der Aktivkohle-Arten und Kosten werden Alternativen zur Zahnaufhellung dargelegt sowie ein endgültiges Fazit zur Aktivkohle gezogen.

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Drei Gründe, wieso Aktivkohle Zahnpasta wirkt

 

Besonders bei fleckenartigen Verfärbungen der Zähne kann die schwarze Zahnpasta ein echtes Wundermittel sein. Dafür sind drei gute Gründe verantwortlich, über die in diesem Kapitel gründlich aufgeklärt wird.

Grund Nr. 1: Der “Schwamm Effekt”

Auch wenn Aktivkohle erst seit neuestem die Einzelhandels Regale im Beauty-, Wellness und Lifestyle Bereich schmücken, ist deren Wirkung zumindest Medizinern schon seit längerem bekannt. So wird Aktivkohle in der medizinischen Literatur als “carbo medicinalis” schon seit den frühen 1800er Jahren behandelt – damals selbstverständlich nicht als Beiprodukt für Kosmetika, sondern zur Notversorgung bei der versehentlichen Aufnahme von Gift. Dabei machen Doktor:innen vom so genannten “Schwamm Effekt” gebrauch. Denn Aktivkohle wirkt sinnbildlich ähnlich wie ein trockener Haushaltsschwamm, der sich bei Kontakt mit Flüssigkeit aufsaugt. Der Unterschied ist hier, dass das schwarze Pulver Giftstoffe an sich bindet. Somit wird die Mundflora von unerwünschten Toxinen befreit. Zudem führen eben diese Toxine häufig dazu, dass unsere Zähne unschöne, fleckenartige Verfärbungen aufweisen. Das schwarze Pulver ist auf Grund des “Schwamm Effekts” in der Lage, auch diese effektiv in kürzester Zeit zu beseitigen.

Grund Nr. 2: Die außergewöhnliche Beschaffenheit

Aktivkohle Pulver ist strukturell besonders feinkörnig und zeichnet sich durch ihre hochporöse Oberfläche aus. Unzählige, nahezu mikroskopisch kleine Kanten zieren diese Oberseite, weswegen das Zähneputzen mild abreibend (“abrasiv”) wirkt. Diese außergewähnliche Beschaffenheit ist schlussendlich der Hauptgrund dafür, weshalb unnatürliche Verfärbungen der Zahnoberfläche effektiv bekämpft werden können und Aktivkohle zur Zahnaufhellung auf kurze Sicht funktioniert.

Grund Nr. 3: Die richtige Zahnpasta macht den Unterschied

Nebst den individuellen Eigenschaften der Aktivkohle ist die richtige Zusammensetzung der Zahnpasta von wichtiger Bedeutung

Grundsätzlich haben Zahnpasten immer denselben Aufbau. Sie bestehen aus Putzkörpern, Schaumbildner, Konservierungs- und Feuchthaltemitteln, Farb- und Zusatzstoffen sowie Geschmacks- und Aromastoffen und schlussendlich Wirkstoffen zur zahnmedizinischen Prophylaxe. Um den wirkungsgrad einer Zahnpasta zu bewerten, sollte man auf den ersten und letzten Bestandteil achten. Putzkörper sind, wie der Name es suggeriert, für die Reinigung der Zähne verantwortlich. Dafür werden Silikatverbindungen, Schlämmkreide oder Marmorpulver genutzt – oder eben auch Aktivkohle. Da die Putzkörper zur Reinigung und Entfernung von unästhetischen Verfärbungen an der Zahnoberfläche reiben, ist ein perfektes Zusammenspiel mit Wirkstoffen zur zahnmedizinischen Prophylaxe entscheidend, um die Zähne nachhaltig zu stabilisieren. Häufig übernehmen Fluoridverbindungen diese Aufgabe, denn sie schützen die Zahnoberfläche vor Säureangriffen durch agressive Bakterien. Parodontitis und Karies wird effektiv vorgebeugt. Zusätzlich können Fluoridverbindungen schwächere Bereiche des Zahnschmelzes wieder stabilisieren und widerstandsfähiger machen. 

Kurzum wirken Aktivkohle und Fluoridverbindungen synergetisch. Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel macht eine gute Zahnpasta aus, die zu einem langfristig gesunden, schönen Lächeln führen.

 

Die unangenehmen Nachteile

 

Bei kurzfristiger Anwendung ist Aktivkohle zur Zahnaufhellung eine echte Wunderwaffe zur Bekämpfung von Verfärbungen der Zahnoberfläche. Auf mittlere Sicht jedoch ist ihr Einsatz hinsichtlich Effektivität und Nachhaltigkeit zumindest fragwürdig. Auf lange Sicht sollte gar vom schwarzen Pulver abgeraten werden. Grund dafür ist ein Wirkungsmechanismus, der im vorigen Kapitel eigentlich als wichtiger Vorteil vorgestellt wurde. Es handelt sich um die hochporöse Beschaffenheit des schwarzen Pulvers, die beim Zähneputzen mild abrasiv wirkt. Denn beim täglichen Zähneputzen wird die oberste Schicht der Zähne (Zahnschmelz) kontinuierlich leicht “beschliffen”. Durch das Abreiben ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem ein Schaden angerichtet ist, der in der Zahnmedizin als irreversibel bezeichnet wird – der Zahnschmelz kann sich nicht wieder auf natürliche Weise selbst regenerieren. Resultierend sind einige Nebenwirkungen, die sich hinsichtlich ihrer Schwere unterscheiden können. Dazu gehört, dass die Zähne deutlich schmerzempfindlicher werden können. Außerdem werden extreme Temperaturen wie Wärme und Kälte potentiell stärker wahrgenommen. Schlussendlich schadet der Konsum von Zucker den Zähnen noch mehr als ohnehin schon und auch das Zahnfleisch kann geschädigt werden, was die gesamte Mundflora anfälliger für Karies macht.

Aus rein kosmetischer Sicht ist der Abtrag gesunder Zahnsubstanz durch eine Zahnaufhellung mit Aktivkohle ebenfalls von Nachteil. Denn wird die Zahnoberfläche nach und nach immer wieder beschliffen, offenbart sich das darunter liegende Zahnbein. Das Zahnbein wiederum hat einen eher gelblichen Farbton. Somit wird das eigentliche Gegenteil davon erreicht, was erhofft wurde, denn die eigenen Zähne verlieren an weißem Glanz und Strahlkraft. 

 

Personen, die Zahnersatz tragen, sollten gänzlich auf Aktivkohle verzichten. Der Einsatz der schwarzen Zahnpasta führt nicht zu weißeren Zähnen, sondern endet potentiell in einem Zahnarztbesuch, in dem der angerichteten Schaden vom Zahnarzt aufwändig restauriert werden muss.

 

Aktivkohle zur Zahnaufhellung: Arten

 

Es gibt mehrere Produktvarianten der Aktivkohle zur Zahnaufhellung:

  • Als reines Pulver wird Aktivkohle mit etwas Wasser angemischt zum Zähneputzen verwendet
  • Als Kapseln, die zerbissen werden müssen, um die darin enthaltene Aktivkohle freizusetzen
  • Als Zusatz in Kaugummis
  • Als Inhaltsstoff in regulären Zahnpasta Produkten

Die erhoffte Wirkungsweise ist letztlich bei allen Variationen die gleiche. Bezüglich der Anwendung nehmen lediglich die Kaugummis eine Ausnahmestellung ein. Werden jedoch die vermittelten Informationen der letzten Kapitel berücksichtigt, lässt sich schnell erkennen, dass Aktivkohle als Kaugummi Zusatz wenig sinnvoll sind. Es bleiben demnach lediglich der Preis und die genaue Zusammensetzung der Zahnpasta übrig, an denen sich objektive Unterschiede zwischen den Produkten bemessen lassen. Alles weitere, wie beispielsweise der Geschmack, die Konsistenz, die Form oder die Marke sind nicht entscheidend für die Qualität oder Wirkung der Produkte sondern zielen nur auf persönliche Präferenzen ab.

 

Aktivkohle Kosten

 

Wie im vorigen Kapitel erwähnt variieren Kosten für Aktivkohle Produkte zum Teil dramatisch. Dabei gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Produktvarianten, als auch innerhalb einer Produktkategorie. Eine Suche auf der weltweit größten Online-Handelsplattform Amazon hilft, den Preisunterschieden genauer auf den Grund zu gehen. Aktivkohle Pulver beispielsweise ist ab bereits knapp einem Euro verfügbar und reicht bis hin zu mittleren zweistelligen Beträgen (wobei die Packungsgrößen eine tägliche Nutzung über mehrere Monate hinweg zulassen). 

Für Aktivkohle Kapseln werden Preise ab knapp 7€ fällig. Auffällig ist hier, dass die Kapseln generell teurer sind als alle anderen Aktivkohle Produkte. Die Obergrenze der Kosten wird erst bei knapp 100€ erreicht.

Die schwarze Zahnpasta ist wiederum relativ erschwinglich. Je nach Marke fangen Preise bei knapp 2.5€ an und reichen bis hin zu 70€. K

 

Welche Alternativen zur Aktivkohle gibt es?

 

Wer sich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile gegen Aktivkohle entscheidet, kann auf andere Möglichkeiten der Zahnaufhellung zurückgreifen. Je nach Ausgangslage genügt bereits eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) für erste Ergebnisse. Wird ein stärkerer Effekt gewünscht, kann ein Zahnbleaching weiterhelfen. Dazu ist ein Besuch beim Zahnarzt notwendig. Mittlerweile gibt es das “Home-Bleaching” als Alternativlösung. Verschiedenste Hersteller bieten mittlerweile Zahnaufhellungs Kits an, die einfach und bequem zu Hause angewandt werden können und teils moderate bis sehr gute Ergebnisse ermöglichen. 

Auch Veneers stellen eine Möglichkeit der Zahnaufhellung dar. Nach Absprache mit einem Zahnarzt ist zu beurteilen, ob die Zahnblenden eingesetzt werden können.

 

Fazit

 

Besonders in den letzten Jahren ist Aktivkohle als vielversprechendes Produkt zur Zahnaufhellung immer mehr in den Vordergrund gerückt. In der Medizin schon seit längerem bekannt ist, dass Aktivkohle die Eigenschaft hat, Giftstoffe zu absorbieren. Diese Besonderheit kann auch für kosmetische Zwecke vorteilhaft sein. Denn Giftstoffe sind oft verantwortlich dafür, dass unsere Zähne unschöne Verfärbungen aufweisen. Aktivkohle beseitigt diese effektiv. Zudem ermöglicht die hochporöse Struktur des schwarzen Pulvers das Abreiben von Plaque auf den Zähnen und ist bei der richtigen Zusammensetzung der Zahnpasta besonders wirksam und nachhaltig.

Kurzfristig gesehen ist Aktivkohle damit ein ideales Hilfsmittel, um (besonders fleckenartige) unästhetische Verfärbungen auf der Zahnoberfläche zu entfernen. 

Mittel- und Langfristig ist grundsätzlich vom Einsatz von Aktivkohle zur Zahnaufhellung abzuraten. Das Zähneputzen Tagein und Tagaus führt schon nach wenigen Wochen oder Monaten zu einem regelrechten Abschliff des Zahnschmelzes. Nebst mehrerer ernstzunehmender gesundheitlicher Folgen wird dadurch das unter der Zahnoberfläche liegende, eher gelbliche Zahnbein frei, was einem strahlend weißen Lächeln schnell Ästhetik und Glanz abverlangen kann.

Um etwaige Aktivkohle Nachteile zu überwinden kann eine Kombination verschiedener Zahnaufhellungsprodukte Sinn ergeben. Zudem wird ein synergetischer Effekt erzielt , wenn reguläre Zahnpasta, Aktivkohle Zahnpasta & so genannte „Dental Straps“ abwechselnd genutzt werden, wie bspw. im exklusiven „Whitening Set“ von Dentifico.

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Aktivkohle zur Zahnaufhellung: Vor- und Nachteile

Aktivkohle (eng. “activated charcoal”) ist in der Beauty- und Lifestyle Branche wohl das Trendprodukt der letzten Jahre schlechthin. Ob als Zusatz in hautreinigenden Körperpeelings, beruhigenden sowie regenerativen Gesichtsmasken oder aber zahnaufhellenden Zahnpasten – das schwarze Pulver hat mittlerweile einen extrem weiten Anwendungsbereich. Und das zurecht. 

Denn Aktivkohle hat unbestreitbare Stärken. Doch bekanntlich kommt keine Wirkung ohne Nebenwirkung. So hat auch die schwarze Zahnpasta hat ihre Nachteile. 

Um diese zu erschließen ist es notwendig zu verstehen, wie Aktivkohle als Zusatzstoff in Zahnpasten überhaupt wirkt. Nachfolgend wird deswegen die Wirkungsweise des schwarzen Pulvers erklärt. Daraufhin wird auf unangenehme Nachteile eingegangen, die einem nachhaltig zufriedenstellenden Ergebnis potentiell entgegenstehen. Nach kurzen Zusammenfassungen der Aktivkohle-Arten und Kosten werden Alternativen zur Zahnaufhellung dargelegt sowie ein endgültiges Fazit zur Aktivkohle gezogen.

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Drei Gründe, wieso Aktivkohle Zahnpasta wirkt

 

Besonders bei fleckenartigen Verfärbungen der Zähne kann die schwarze Zahnpasta ein echtes Wundermittel sein. Dafür sind drei gute Gründe verantwortlich, über die in diesem Kapitel gründlich aufgeklärt wird.

Grund Nr. 1: Der “Schwamm Effekt”

Auch wenn Aktivkohle erst seit neuestem die Einzelhandels Regale im Beauty-, Wellness und Lifestyle Bereich schmücken, ist deren Wirkung zumindest Medizinern schon seit längerem bekannt. So wird Aktivkohle in der medizinischen Literatur als “carbo medicinalis” schon seit den frühen 1800er Jahren behandelt – damals selbstverständlich nicht als Beiprodukt für Kosmetika, sondern zur Notversorgung bei der versehentlichen Aufnahme von Gift. Dabei machen Doktor:innen vom so genannten “Schwamm Effekt” gebrauch. Denn Aktivkohle wirkt sinnbildlich ähnlich wie ein trockener Haushaltsschwamm, der sich bei Kontakt mit Flüssigkeit aufsaugt. Der Unterschied ist hier, dass das schwarze Pulver Giftstoffe an sich bindet. Somit wird die Mundflora von unerwünschten Toxinen befreit. Zudem führen eben diese Toxine häufig dazu, dass unsere Zähne unschöne, fleckenartige Verfärbungen aufweisen. Das schwarze Pulver ist auf Grund des “Schwamm Effekts” in der Lage, auch diese effektiv in kürzester Zeit zu beseitigen.

Grund Nr. 2: Die außergewöhnliche Beschaffenheit

Aktivkohle Pulver ist strukturell besonders feinkörnig und zeichnet sich durch ihre hochporöse Oberfläche aus. Unzählige, nahezu mikroskopisch kleine Kanten zieren diese Oberseite, weswegen das Zähneputzen mild abreibend (“abrasiv”) wirkt. Diese außergewähnliche Beschaffenheit ist schlussendlich der Hauptgrund dafür, weshalb unnatürliche Verfärbungen der Zahnoberfläche effektiv bekämpft werden können und Aktivkohle zur Zahnaufhellung auf kurze Sicht funktioniert.

Grund Nr. 3: Die richtige Zahnpasta macht den Unterschied

Nebst den individuellen Eigenschaften der Aktivkohle ist die richtige Zusammensetzung der Zahnpasta von wichtiger Bedeutung

Grundsätzlich haben Zahnpasten immer denselben Aufbau. Sie bestehen aus Putzkörpern, Schaumbildner, Konservierungs- und Feuchthaltemitteln, Farb- und Zusatzstoffen sowie Geschmacks- und Aromastoffen und schlussendlich Wirkstoffen zur zahnmedizinischen Prophylaxe. Um den wirkungsgrad einer Zahnpasta zu bewerten, sollte man auf den ersten und letzten Bestandteil achten. Putzkörper sind, wie der Name es suggeriert, für die Reinigung der Zähne verantwortlich. Dafür werden Silikatverbindungen, Schlämmkreide oder Marmorpulver genutzt – oder eben auch Aktivkohle. Da die Putzkörper zur Reinigung und Entfernung von unästhetischen Verfärbungen an der Zahnoberfläche reiben, ist ein perfektes Zusammenspiel mit Wirkstoffen zur zahnmedizinischen Prophylaxe entscheidend, um die Zähne nachhaltig zu stabilisieren. Häufig übernehmen Fluoridverbindungen diese Aufgabe, denn sie schützen die Zahnoberfläche vor Säureangriffen durch agressive Bakterien. Parodontitis und Karies wird effektiv vorgebeugt. Zusätzlich können Fluoridverbindungen schwächere Bereiche des Zahnschmelzes wieder stabilisieren und widerstandsfähiger machen. 

Kurzum wirken Aktivkohle und Fluoridverbindungen synergetisch. Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel macht eine gute Zahnpasta aus, die zu einem langfristig gesunden, schönen Lächeln führen.

 

Die unangenehmen Nachteile

 

Bei kurzfristiger Anwendung ist Aktivkohle zur Zahnaufhellung eine echte Wunderwaffe zur Bekämpfung von Verfärbungen der Zahnoberfläche. Auf mittlere Sicht jedoch ist ihr Einsatz hinsichtlich Effektivität und Nachhaltigkeit zumindest fragwürdig. Auf lange Sicht sollte gar vom schwarzen Pulver abgeraten werden. Grund dafür ist ein Wirkungsmechanismus, der im vorigen Kapitel eigentlich als wichtiger Vorteil vorgestellt wurde. Es handelt sich um die hochporöse Beschaffenheit des schwarzen Pulvers, die beim Zähneputzen mild abrasiv wirkt. Denn beim täglichen Zähneputzen wird die oberste Schicht der Zähne (Zahnschmelz) kontinuierlich leicht “beschliffen”. Durch das Abreiben ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem ein Schaden angerichtet ist, der in der Zahnmedizin als irreversibel bezeichnet wird – der Zahnschmelz kann sich nicht wieder auf natürliche Weise selbst regenerieren. Resultierend sind einige Nebenwirkungen, die sich hinsichtlich ihrer Schwere unterscheiden können. Dazu gehört, dass die Zähne deutlich schmerzempfindlicher werden können. Außerdem werden extreme Temperaturen wie Wärme und Kälte potentiell stärker wahrgenommen. Schlussendlich schadet der Konsum von Zucker den Zähnen noch mehr als ohnehin schon und auch das Zahnfleisch kann geschädigt werden, was die gesamte Mundflora anfälliger für Karies macht.

Aus rein kosmetischer Sicht ist der Abtrag gesunder Zahnsubstanz durch eine Zahnaufhellung mit Aktivkohle ebenfalls von Nachteil. Denn wird die Zahnoberfläche nach und nach immer wieder beschliffen, offenbart sich das darunter liegende Zahnbein. Das Zahnbein wiederum hat einen eher gelblichen Farbton. Somit wird das eigentliche Gegenteil davon erreicht, was erhofft wurde, denn die eigenen Zähne verlieren an weißem Glanz und Strahlkraft. 

 

Personen, die Zahnersatz tragen, sollten gänzlich auf Aktivkohle verzichten. Der Einsatz der schwarzen Zahnpasta führt nicht zu weißeren Zähnen, sondern endet potentiell in einem Zahnarztbesuch, in dem der angerichteten Schaden vom Zahnarzt aufwändig restauriert werden muss.

 

Aktivkohle zur Zahnaufhellung: Arten

 

Es gibt mehrere Produktvarianten der Aktivkohle zur Zahnaufhellung:

  • Als reines Pulver wird Aktivkohle mit etwas Wasser angemischt zum Zähneputzen verwendet
  • Als Kapseln, die zerbissen werden müssen, um die darin enthaltene Aktivkohle freizusetzen
  • Als Zusatz in Kaugummis
  • Als Inhaltsstoff in regulären Zahnpasta Produkten

Die erhoffte Wirkungsweise ist letztlich bei allen Variationen die gleiche. Bezüglich der Anwendung nehmen lediglich die Kaugummis eine Ausnahmestellung ein. Werden jedoch die vermittelten Informationen der letzten Kapitel berücksichtigt, lässt sich schnell erkennen, dass Aktivkohle als Kaugummi Zusatz wenig sinnvoll sind. Es bleiben demnach lediglich der Preis und die genaue Zusammensetzung der Zahnpasta übrig, an denen sich objektive Unterschiede zwischen den Produkten bemessen lassen. Alles weitere, wie beispielsweise der Geschmack, die Konsistenz, die Form oder die Marke sind nicht entscheidend für die Qualität oder Wirkung der Produkte sondern zielen nur auf persönliche Präferenzen ab.

 

Aktivkohle Kosten

 

Wie im vorigen Kapitel erwähnt variieren Kosten für Aktivkohle Produkte zum Teil dramatisch. Dabei gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Produktvarianten, als auch innerhalb einer Produktkategorie. Eine Suche auf der weltweit größten Online-Handelsplattform Amazon hilft, den Preisunterschieden genauer auf den Grund zu gehen. Aktivkohle Pulver beispielsweise ist ab bereits knapp einem Euro verfügbar und reicht bis hin zu mittleren zweistelligen Beträgen (wobei die Packungsgrößen eine tägliche Nutzung über mehrere Monate hinweg zulassen). 

Für Aktivkohle Kapseln werden Preise ab knapp 7€ fällig. Auffällig ist hier, dass die Kapseln generell teurer sind als alle anderen Aktivkohle Produkte. Die Obergrenze der Kosten wird erst bei knapp 100€ erreicht.

Die schwarze Zahnpasta ist wiederum relativ erschwinglich. Je nach Marke fangen Preise bei knapp 2.5€ an und reichen bis hin zu 70€. K

 

Welche Alternativen zur Aktivkohle gibt es?

 

Wer sich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile gegen Aktivkohle entscheidet, kann auf andere Möglichkeiten der Zahnaufhellung zurückgreifen. Je nach Ausgangslage genügt bereits eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) für erste Ergebnisse. Wird ein stärkerer Effekt gewünscht, kann ein Zahnbleaching weiterhelfen. Dazu ist ein Besuch beim Zahnarzt notwendig. Mittlerweile gibt es das “Home-Bleaching” als Alternativlösung. Verschiedenste Hersteller bieten mittlerweile Zahnaufhellungs Kits an, die einfach und bequem zu Hause angewandt werden können und teils moderate bis sehr gute Ergebnisse ermöglichen. 

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Fazit

 

Besonders in den letzten Jahren ist Aktivkohle als vielversprechendes Produkt zur Zahnaufhellung immer mehr in den Vordergrund gerückt. In der Medizin schon seit längerem bekannt ist, dass Aktivkohle die Eigenschaft hat, Giftstoffe zu absorbieren. Diese Besonderheit kann auch für kosmetische Zwecke vorteilhaft sein. Denn Giftstoffe sind oft verantwortlich dafür, dass unsere Zähne unschöne Verfärbungen aufweisen. Aktivkohle beseitigt diese effektiv. Zudem ermöglicht die hochporöse Struktur des schwarzen Pulvers das Abreiben von Plaque auf den Zähnen und ist bei der richtigen Zusammensetzung der Zahnpasta besonders wirksam und nachhaltig.

Kurzfristig gesehen ist Aktivkohle damit ein ideales Hilfsmittel, um (besonders fleckenartige) unästhetische Verfärbungen auf der Zahnoberfläche zu entfernen. 

Mittel- und Langfristig ist grundsätzlich vom Einsatz von Aktivkohle zur Zahnaufhellung abzuraten. Das Zähneputzen Tagein und Tagaus führt schon nach wenigen Wochen oder Monaten zu einem regelrechten Abschliff des Zahnschmelzes. Nebst mehrerer ernstzunehmender gesundheitlicher Folgen wird dadurch das unter der Zahnoberfläche liegende, eher gelbliche Zahnbein frei, was einem strahlend weißen Lächeln schnell Ästhetik und Glanz abverlangen kann.

Um etwaige Aktivkohle Nachteile zu überwinden kann eine Kombination verschiedener Zahnaufhellungsprodukte Sinn ergeben. Zudem wird ein synergetischer Effekt erzielt , wenn reguläre Zahnpasta, Aktivkohle Zahnpasta & so genannte „Dental Straps“ abwechselnd genutzt werden, wie bspw. im exklusiven „Whitening Set“ von Dentifico.

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